Um zu zeigen wie die angekündigten Aktionen und Veranstaltungen unseren Gästen und Teilnehmern gefallen haben stellen wir hier, soweit vorhanden, die Nachberichte dazu online.

Stefan Bail, Webmaster

 

Jahresabschlussfahrt beim Frauenkreis

 

Alljährlich gehört der Besuch eines Weihnachtsmarktes zu unserem Programm. In diesem Jahr führte uns die Fahrt nach München. Mit einer Adventsfeier in der St. Johann-Nepomuk-Kirche (Asamkirche), konnten wir uns auf den Besuch der weihnachtlichen Innenstadt einstimmen. Nach dem gemeinsamen Mittagessen ließen wir uns bei einem Rundgang viel „Bekanntes und Unbekanntes“  unserer Landeshauptstadt erklären. Die anschließende Freizeit wurde ausgiebig zur Erkundung der verschiedenen Weihnachtsmärkte und des Viktualienmarktes genutzt.  Bereichert mit vielen guten Eindrücken traten wir gegen Abend unsere Heimreise an.

 

Maria Geist

 

 

 

 

Die Kolpingsfamilie auf Theaterreise In Verona bei Julia und La Traviata

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit dem Reisesegen durch unseren Pfarrer Herrn Dekan Peter Brandl fuhren wir mit dem Bus in Richtung Italien. Ziel war Verona und die dortige Arena.

Es war wie im Bilderbuch: kaum hatten wir den Brenner erreicht, kam die Sonne zum Vorschein und hat uns drei Tage lang begleitet. Sommerliche Temperaturen machten die Vorstellung einer typischen Italienreise perfekt.

In der Stadt der Liebe, der Opern und des Einkaufens erklärte uns zunächst unsere Stadtführerin Susi während der Busfahrt die jahrtausendalte Geschichte der Stadt. Unser erstes Ziel war ein Hügel nordöstlich der Stadt. Von hier aus hatten wir einen überwältigenden Überblick über die in einer Schleife der Etsch liegenden Altstadt von Verona und seine bedeutenden Baudenkmäler. Wir erkannten neben anderen Bauwerken den Dom Santa Maria Matricolare, die Kirchen St. Anastasia und San Zeno Maggiore, die Skaligerburg Castelvecchio, die Arena und direkt unter uns gelegen, die Steinerne Brücke.

Wir fuhren zurück ins Zentrum und erkundeten die Stadt nun zu Fuß. In die Innenstadt gelangten wir auf den Spuren der Römer, vorbei an der Porta Leoni und den dortigen Ausgrabungen. Nicht weit davon entfernt, drängten schon Menschentrauben zu einer der Attraktionen von Verona: das Haus der Julia mit dem weltberühmten Balkon. Unser Weg führte dann zum Piazza Erbe, dem Marktplatz der Stadt und dem dahintergelegenen Piazza dei Signiori mit der Dantestatue und Palastgebäuden. Von hier ist es nicht weit zu den Skaligergräbern. Über die Einkaufsstraße Via Mazzini kamen wir an die Piazza Brà mit der Arena. Das wohl bekannteste Relikt aus der Zeit der Römer wurde einst für Gladiatoren- und Tierkämpfe errichtet. Heute ist es von Ende Juni bis Anfang September Kulisse für die Opernfestspiele.

Nach einer Nachmittagspause im Hotel fuhren wir am frühen Abend zurück ins Zentrum der Stadt, um La Traviata von Guiseppe Verdi zu genießen. An diesem Abend stimmte einfach alles: der wolkenlose Himmel mit dem Fast-Vollmond über der Bühne, die Sitzplätze auf der Gradinata unificata E unterhalb des äußersten Rings der Steintribüne, die gute Stimmung der Teilnehmer der Theaterreise und die Aufführung waren allesamt ein unvergesslicher Genuss.

Am nächsten Morgen machten wir uns wieder auf den Nachhauseweg. 25 Theaterreisende brachten von dieser Reise viele Erinnerungen mit. Erinnerungen von Verona, in der vielleicht Romeo seine Julia fand, Erinnerungen aber auch von einer Aufführung in der Arena, wo wir am Abend zuvor miterleben konnten, wie Violetta in den Armen von ihrem Alfredo stirbt.

Im September 2011

 

Rainer Obermeier

 

 

Neunkirchner Kolping-Globetrotter erkunden den Osten der USA 

 

 

 

 

 

 

 

Von Washington D.C. über Philadelphia und New York führte unser Weg bis nach Boston.Konzentriert um die "Großen Vier" - Boston, New York, Philadelphia und Washington D.C. -leben 45 Millionen Menschen in diesem Städteband zwischen Neuengland und Virginia. Nachdem wir bereits im Jahr 2000 den Westen der USA erkundet hatten, wollten wir nun die Städte an der mittleren Ostküste besuchen.

Vom Flughafen in München aus erreichten wir nach 9 Stunden die Hauptstadt der Vereinigten Staaten von Amerika Washington D.C., dort wurden wir von unserer Reiseleiterin Gabi Schwarz schon erwartet. Unser Hotel lag sehr zentrumsnah, so war, bedingt durch die 6-stündige Zeitverschiebung, nach einer Erfrischung noch ein erster Erkundungsspaziergang zum Kapitol, dem Sitz von Senat und Repräsentantenhaus möglich. Washington wurde 1790 als Hauptstadt der Union gegründet, nach dem Vorbild Roms wurde die Stadt geplant und angelegt, zwischen den Bundesstaaten Virginia und Maryland. Der Zusatz D.C. bezeichnet diese Besonderheit und heißt "District of Columbia" es ist ein eigenständiges Gebiet. Heute leben etwa 600.000 Menschen in der Stadt. Gepflegt, weitläufig und weltoffen präsentiert sich Washington den Besucher, eine würdige Repräsentantin der Weltmacht USA. Bei unserem Besuch standen zudem tausende von japanischen Kirschbäumen in voller Blüte. Unser zweiter Reisetag war ganz mit der Erkundung der Stadt ausgefüllt. Das Kapitol, das Weiße Haus, das Lincoln Memorial, das Washington Monument mit dem 170m hohen Obelisken, die Erinnerungsstätten an den Korea- und Vietnamkrieg waren Anfahrstellen bei unserer Rundfahrt. Nach dem Besuch im Kennedy Center, nahe beim legendären Watergate-Hotel ging es zum National Friedhof nach Arlington. Dort sind auf einen 250 ha großen Hügel mehr als 200.000 Menschen begraben, endlose Reihen von weißen Steinen kennzeichnen ihre Gräber. Zu den meistbesuchten Stätten zählen das Grab von John F. Kennedy und seines Bruders Robert. Von Arlington Hill blickt man über den Fluss Potomac und über das Pentagon auf die Stadt. Als ein besonderes Highlight führte uns unsere Reiseleiterin noch zur größten Katholischen Kirche der USA auf einem Hügel bei der Jesuiten Universität von Washington. Es ist die, im Byzantinischen Stil erbaute Wallfahrtskirche zur "Unbefleckten Empfängnis Mariens". Washington D.C. hat bei uns, trotz des kurzen Besuches, einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Der nächste Tag zeigte uns ein ganz anderes Amerika. Mit dem Bus ging es durch Maryland, vorbei an der Industriestadt Baltimore, in den Bundesstaat Pennsylvania, in das Land der "Amish People" bei der Stadt Lancaster. Es ist unglaublich: Im hoch technisierten Amerika gibt es ein Leben ganz ohne Mikrowelle, Handy und Internet. Sogar ohne Auto, ohne Traktor und ohne Stromleitungen. Es waren Menschen, die im 17. Jh. aus Europa vor religiöser Verfolgung nach Pennsylvania flohen und hier Germantown gründeten. Das fruchtbare Ackerland bewirtschaften sie noch heute mit den Methoden des 17.Jh..

Etwa 30.000 Menschen umfasst diese Bevölkerungsgruppe, die nach streng religiösen Grundsätzen ihr Leben gestaltet. Wir konnten einen Museumshof besichtigen und dabei einen kleinen Einblick in das Leben der Menschen gewinnen. Unser Tagesziel war die geschichtsträchtige Stadt Philadelphia. Die Stadt wurde 1682 von dem Quäker William Penn gegründet. Er wollte Frieden mit allen Menschen, insbesondere mit den Indianern.In der pazifistisch geprägten Stadt gab es keine Garnison. Was aber Philadelphia so "historisch" macht, ist die Tatsache, dass hier die Unabhängigkeitserklärung formuliert und unterzeichnet wurde. Jenes Dokument, mit dem sich die Kolonien vom Mutterland England lossagten. Unser Hotel lag wieder im Zentrum der 1,5 Millionen Stadt, so konnten wir nach unserer Ankunft bereits die Innenstadt zu Fuß erkunden.

Am folgenden Tag hatten wir eine Stadtrundfahrt in Philadelphia mit den vielen, in der jungen Geschichte der USA bedeutsamen Gebäude und Erinnerungsstätten, so z.B. das New Liberty Bell Center mit der Freiheitsglocke und die Independence Hall. Hier stehen die Amerikaner Schlange, um einen Hauch ihrer Geschichte zu erspüren. Am Nachmittag ging unsere Fahrt weiter Richtung

 

Norden durch den Bundesstaat New Jersey nach New York. Nahe beim berühmten Times Square konnten wir für drei Nächte Quartier beziehen und so erlebten wir, "die Stadt, die niemals schläft" hautnah. New York bedeutet gleichzeitig Stadt, Zustand und Lebensgefühl. Viele sehen darin "die wunderbare Katastrophe", wie es der Architekt Le Corbusier bereits 1937 formulierte. New York führt ein Eigenleben und bezieht seine Faszination aus seinen extremen Kontrasten.

In der " Metropolitan Area" wohnen 19 Millionen Menschen. New York City, mit seinen Stadtteilen Manhattan, Brooklyn, Queens und der Bronxs, die seit 1898 zusammen geschlossen sind, hat etwa 8 Millionen Einwohner. Hier existieren Historisches und Hypermodernes in genialer Symbiose und kollidiert Maßlosigkeit mit sozialer Verantwortung. Neben kleinstädtischen Straßenzügen wachsen 400 m hohe Wolkenkratzer in den Himmel, 10-spurige Highways liegen neben stillen Oasen. New York orientiert sich an Nichts und Niemanden, es werkelt ständig an seinem eigenen Mythos.

Bei einer Rundfahrt lernten wir die wichtigsten Attraktionen der Stadt kennen vom Battery Park im Sünden Manhattans bis hinauf nach Harlem. Durch eine klare Gliederung und Nummerierung derStraßen konnten wir uns sehr schnell zurechtfinden. Bei einer Erkundung mit dem Schiff der CircleLine konnten wir ganz Manhattan umfahren und die großartige Skyline genießen. Auf dem Hudson River ging es vorbei am Financial District bis nach Ellis Island und zur Freiheitsstatue. Auf dem East River unter der Brooklyn Bridge und der Manhattan Bridge hinauf bis nach Queens und Long Island. Unser Blick war auf das höchste Gebäude der Stadt das Empire State Building gerichtet, aber auch die vielen anderen Wolkenkratzer zogen uns in ihren Bann. Daneben erscheint das Haus der Vereinten Nationen am Ufer des East River vergleichbar klein. Beim Besuch im Central Park, der grünen Lunge der Stadt, sahen wir viele Menschen beim Ausgleichssport. Am Abend ging es auf den "Top of the Rock" auf die Aussichtspattform des Rockefeller Centers. Bei besten Sichtverhältnissen hatten wir einen fantastischen Blick auf das Lichtermeer der Stadt New York. Der nächste Tag stand zur freien Verfügung. Es war Sonntag, wir besuchten den Gottesdienst in der Katholischen St. Patrick's Kathedrale. Der sehr gut besuchte Gottesdienst mit dem Erzbischof Timothy M. Dolan hat bei uns einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Vieles gab es noch zu entdecken von Chinatown nach Little Italy, dem Broadway entlang zur Fifth Avenue, der Nobel-Einkaufsmeile von NY. Nahe bei unserem Hotel ging es am Abend zum Times Square, hier pulsiert das Leben 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr. Auch am folgenden Montag konnten noch Souvenireinkäufe getätigt werden, gegen Mittag war dann Abfahrt zur unserer letzten Station nach Boston.

Durch die Bundesstaaten New York, Connecticut und Rhode Island nach Massachusetts mit seiner schönen Hauptstadt Boston führte unsere Fahrtroute mit dem Bus.

In Boston begann Amerikas Weg in die Freiheit. Die Stadt liegt an der Mündung des Charles River in den Atlantik. Im Vergleich zu New York ist Boston mit seinen 600.000 Einwohnern eine beschauliche Stadt mit hervorragender, wissenschaftlicher Bedeutung. Im Zentrum gibt es viele schöne Parks, denn seit 2004 ist die Stadtautobahn in den Untergrund verbannt. Alte, stilvoll restaurierte Stadtviertel, aber auch moderne Architektur setzen hier die Akzente. Auch in Boston haben wir von einem der höchsten Gebäude aus, dem Prudential Center die Stadt überblickt. Bei einer Rundfahrt am nächsten Morgen besuchten wir die Altstadt im North End. Über den Charles River ging es zum berühmten Massachusetts Institut of Technology. 19 Nobelpreisträger hat diese Hochschule in ihrer jungen Geschichte bereits hervor gebracht. Auch die bekannte Harvard University im Stadtteil Cambridge stand auf unserem Programm. Nach neun Tagen hieß es wieder Abschied nehmen von der "Neuen Welt" und wieder zurück in unsere "Alte Welt". Viele Eindrücke konnten die 21 Reiseteilnehmer unter der Leitung von Willi Geist sammeln, jeder auf seine Art. Wieder haben wir ein Stück unserer schönen Welt kennengelernt und dabei sind wir vielen freundlichen und hilfsbereiten Menschen begegnet.

 

Neunkirchen, im April 2011

 

Willi Geist